Joseph Roth |
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Zur Person Joseph Roths
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"Briefe aus Frankreich" von Ludwig Börne (Titelblatt der Erstausgabe) |
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Roths Frau Friedl geborene Reichler, 1922 |
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Der Roman "Hiob"
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Der Roman "Hiob" erschien im Jahre 1930 und markiert den Wendepunkt. Mit diesem Roman vollzieht Roth eine Wandlung vom gesellschaftspolitisch engagierten Reportagenautor der Neuen Sachlichkeit zum poesievoll konservativen Mythendichter. Roth greift für seine Darstellung der ostjüdischen Existenz auf die Elemente traditionellen Erzählens zurück. "Hiob" bedeutete für Roth den Durchbruch als Romancier. |
Manuskriptseite aus dem Roman Hiob |
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Mendel Singer, ein frommer, gottesfürchtiger und gewöhnlicher Jude, lebt in dem idyllischen Schtetl Zuchnow und führt dort mit seiner Familie ein bescheidenes Leben als Dorflehrer. Doch die Ruhe in seinem Leben währt nicht lange, da er durch eine Kette harter Schicksalsschläge aus der Bedeutungslosigkeit seiner Existenz gerissen wird. Vorerst noch gläubig nimmt er demütig Unglück für Unglück als Prüfung Gottes hin. Der erster Schicksalsschlag erfasst ihn als sein jüngster Sohn Menuchim schwachsinnig und als Epileptiker geboren wird. Darauf folgt die Einberufung seines ältesten Sohnes Jonas zum Militär, was sich mit dem jüdischen Glauben nicht vereinbaren lässt. Sein zweiter Sohn Schemarjah flieht nach Amerika. Letztendlich muss Mendel Singer entdecken dass sich seine Tochter Mirjam mit Kosaken einlässt, was für den strenggläubigen Juden der Inbegriff von Verworfenheit ist. Um Mirjams Liebschaften zu unterbinden entschließen sich die Singer nach Amerika auszuwandern. Diese Fahrt kann jedoch nur mit dem Opfer erkauft werden, Menuchim zurückzulassen. Kranke bekommen von den amerikanischen Einwanderungsbehörden keine Einreisegenehmigung. In New York treffen Mendel neue Schicksalsschläge. Er verliert beide Söhne im I. Weltkrieg, seine Frau stirbt vor Gram darüber. Als schließlich seine Tochter wahnsinnig wird, ist seine Kraft, zu dulden und zu glauben, erschöpft. Aus Demut und Frömmigkeit werden Rebellion und Trotz. Dies führt soweit, dass Mendel seinen Glauben an Gott verliert. Von nun an betet er nicht mehr und lebt still und in sich gekehrt. Doch jetzt, da er an Gott verzweifelt, erfährt er die Gnade des Herrn. Die Prophezeiung eines Wunderrabbis, dass sein kranker Sohn Menuchim einst gesund werden würden, erfüllt sich. Als der begnadete Komponist und Dirigent Alexej Kossak bereist Menuchim Amerika und nimmt den Vater zu sich. |
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