Alfred Dreyfus |
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Am 9. Oktober 1859 wurde Alfred Dreyfus als Sohn eines jüdischen Textilunternehmers in Mühlhausen im Elsaß geboren. |
Alfred Dreyfuß |
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Als Indizien für ein unrechtmäßiges Verfahren an die Öffentlichkeit gedrungen waren, entwickelte sich die Dreyfus-Affäre zwischen 1895-1898 zur größten innenpolitischen Krise der dritten französischen Republik. Die Republikaner warfen der Justiz eine antisemitisch motivierte Willkür vor. So rief Emile Zola in seinem offenen Brief "J'accuse" an den französischen Präsidenten zur Rehabilitierung von Dreyfus auf - zunächst jedoch erfolglos. Die Bemühungen seiner Frau und seiner Freunde, seine Unschuld zu beweisen, provozierten heftige Reaktionen von Militaristen und Antisemiten und teilten die Franzosen intellektuell und politisch in völlig verschiedene Welten. |
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Um den Prozess zu beenden, wurde Dreyfus dann letztendlich vom französischen Präsidenten begnadigt. 1906 rehabilitierte der französische Kassationshof (= oberster Gerichtshof) Alfred Dreyfus wieder vollständig, da man nachweisen konnte, dass das ihn belastende Material eine Fälschung war. Man nahm ihn wieder in die Armee auf und zeichnete ihn mit dem "Kreuz der Ehrenlegion" aus. Später beförderte man ihn zum Major. |
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Am 04.06.1908 wurde auf Alfred Dreyfus, während den Feierlichkeiten zur Überführung des Leichnams von Emile Zola ins Pariser Pantheon, ein Attentat durch einen Militaristen verübt, wobei er aber nur leicht verletzt wurde. |
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