Der Jom-Kippur-Krieg 1973 |
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Als Anwar as Sadat 1970 Präsident Ägyptens wurde, erklärte er sich zu einem Friedensvertrag mit Israel bereit, sofern dieses die Halbinsel Sinai wieder an Ägypten abtreten würde. Sollte dieser Vorschlag abgelehnt werden, drohte Sadat ausdrücklich mit Krieg. Golda Meir war zu dieser Zeit Ministerpräsidentin in Israel und besaß ein relativ schmales Weltbild von allen Arabern und Nichtjuden als "Judenhassern". Eine Grauzone zwischen schwarz und weiß existierte nicht. Sie begriff gemeinsam mit ihrem Außenminister Mosche Dayan, der die Lage Israels zu diesem Zeitpunkt als außerordentlich gut erklärte nicht, dass eine völlig neue Situation eingetreten war, als der mächtigste Feind Israels ein stichhaltiges Friedensangebot unterbreitete. Man wollte am Status Quo festhalten, oder einen umfassenden Friedensvertrag verbunden nur mit einem Teilabzug der eigenen Truppen von der Halbinsel. So wiesen Meir und Dayan zusammen mit der Labor-Regierung das Angebot zurück und die Möglichkeit des Friedens wurde vertan. |
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Es sollte ein gleichzeitiger und koordinierter Angriff gegen Israel sein. Während die ägyptische Armee israelische Stellungen entlang des Suez-Kanals angreifen sollte, war es die Aufgabe Syriens die Israelis auf den Golanhöhen zu bekämpfen. |
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Durch die Vermittlung des amerikanischen Außenministers Henry Kissinger gelang es 1974 und 1975 ein Truppenentflechtungs-Abkommen mit Ägypten zu erwirken. Israel zog sich teilweise von der Halbinsel Sinai zurück und auch mit Syrien konnte ein Truppenentflechtungs-Abkommen an der Golanfront geschlossen werden. |
Golda Meir (1898-1978) war von 1969-74 Ministerpräsidentin Israels. |
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90% des Konflikts sei psychologischer Natur. Die Araber hatten 1973 der Welt bewiesen, dass sie nicht das rückständige, einfältige Volk waren, auf welches man sie oft reduziert hatte. Der Krieg hatte den Arabern ihr Selbstvertrauen und ihre Ehre zurückgegeben, welche nach dem 6-Tage-Krieg völlig verloren gegangen waren. Gleichzeitig begrub er auch den Mythos von Israels Unbesiegbarkeit und zeigte jenen ihre Grenzen auf. Der Weg für eine neue Nahostpolitik war nicht zuletzt durch die USA gegeben worden. Als Schutzmacht der Israelis hielt sie selbige zu einer flexibleren Haltung gegenüber den arabischen Staaten an, überzeugte aber ebenso die gemäßigten arabischen Staaten wie Ägypten und Jordanien von der Notwendigkeit der Anerkennung Israels. |
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