Massada


Die geschichtlichen Hintergründe:

Die Felsenfestung erlangte Berühmtheit, als die Römer 73 n.Chr. nach siebenjährigem Unterwerfungsfeldzug hier auf den letzten jüdischen Widerstand trafen.
Nach dem Fall Jerusalems, der Heiligen Stadt, zogen sich jüdische Patrioten in die geographisch sehr gut gelegene Festung Massada zurück. Sie lag auf einem riesigen Felsen in einem verlassenen Ort in der Wüste. Für Durchziehende lag dort eine große Herausforderung, da sie in ihrer Größe und Ausmaß nicht einzusehen war. Durch die überragende, technische Begabung der Römer gelang es ihnen, eine Strategie zu entwerfen, welche das umliegende Gebirge mit einschloss. Nach langen Vorbereitungen kam es zum 16-tägigen Angriff, welcher den Höhepunkt am 15. Tag erreicht hatte.


Am frühen Morgen trafen die Römer auf übermüdete und verzweifelte Zeloten. Der zehnfach überlegene Feind schleuderte zuerst mit Steine und rammte später die Schutzmauer. Zehn hoffnungslose und mutige Männer stiegen auf den Mauerrand um mit brennenden Pfeilen auf die übermächtigen Gegner zu schießen. Alle jungen Männer, die diesen Opfermut zeigten, mussten mit dem Tod bezahlen. Auf den Ausruf eines Einzelnen, die Juden wollen die römische Herrschaft akzeptieren, reagierten die eigenen Landsleute sehr empört und töteten ihn.


Die zweite Befestigungsanlage, die von den Zeloten errichtet wurde, legten die Römer in Brand. Der letzte Hoffnungsschimmer war der Nordwind. Dieser drückte nämlich die Flammen nach unten in der Richtung der Römer. Die Freude dauerte nicht lange an, denn als der Wind drehte, wurden die Flammen gen Massada gedrückt. Die Juden waren sich bewusst, dass die Schlacht verloren war. Am letzten Tag kehrten die Römer mit Sturmleitern und anfeuerndem Geschrei zurück. Sie trafen jedoch nicht auf Gegner, sondern nur auf Trümmer und Leichen. Der Grund dafür lag im Massenselbstmord der Juden. Sie waren sich alle einig, dass sich niemand der römischen Herrschaft unterwerfen wollte. Nachdem der "Auserwählte" alle anwesenden Juden umgebracht und sich davon überzeugt hatte, dass niemand mehr am Leben war, tötete er sich selbst.

verfasst von Susanne Petzold


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