Alt-Israel: Wie es begann |
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Der jüdische Glaube basiert auf den altisraelischen Geschichten, die in der Tora festgehalten sind. Den Ursprung finden wir bei Abraham, der als Stammvater des Glaubens und als Vorvater der Stämme Israels gilt und neben seinem Sohn Isaak und seinem Enkel Jakob oft auch als Patriarch bezeichnet wird. |
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Anders als sein Vater und sein Sohn Jakob spielt Isaak eine eher untergeordnete Rolle in den Überlieferungen der Tora beziehungsweise der Bibel. Es ist die Zeit des Sesshaftwerdens und der Ackerbau gewinnt immer mehr an Bedeutung. Er beschäftigte sich mit dem Bau von Brunnen und dem Getreideanbau. Nach mehreren fruchtbaren Jahren hatte er sehr gute Ernten zu verzeichnen und wurde so immer reicher. Neben kleineren Reibereien mit neidvollen Nachbarn führte er ein im Großen und Ganzen sehr friedliches Leben. Seine Frau Rebekka gebar ihm 2 Söhne: Esau und Jakob. |
Abraham Abraham schaut zu den Sternen. "Ich, der Herr, schwöre bei mir selbst: Weil du gehorsam warst und mir deinen einzigen Sohn als Opfer geben wolltest, werde ich dich überreich beschenken und dir so viele Nachkommen geben, wie es Sterne am Himmel und Sand am Meer gibt." (Gen. 22, 16/17) |
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Aber mit Gottes Segen gebar ihm dann schließlich auch Rahel viele Jahre später auch einen Sohn, Joseph. Währenddessen nahm Jakob zusätzlich nach dem Willen seiner beiden Frauen deren Mägde Bilha und Silpa zu seinen so genannten Kebsweibern, das heißt zu seinen Nebenfrauen. Diese gebaren ihm beide jeweils zwei Söhne. Nach Joseph, dem bisher jüngsten Sohn Jokobs, bringt Rahel Benjamin, seinen zwölften und letzten Sohn, zur Welt, bei dessen Geburt sie stirbt. Bis heute ist ihre Todesstätte, auf einer Straße zwischen Jerusalem und Bethlehem, eine heilige von vielen Pilgern besuchte Stätte. Jakob trauerte sehr um ihren Tod und zog nach Hebron, wo er sich mit seiner Familie und Herde niederließ. Um den Verlust seiner geliebten Frau zu überwinden, schenkt er seine ganze Zuneigung den gemeinsamen Söhnen Joseph und Benjamin. Der Neid der restlichen 10 Brüder veranlasst sie den älteren und fast erwachsenen Joseph an ägyptische Sklavenhändler zu verkaufen. Sein folgender Lebenslauf wird so ausführlich, wie der keiner seiner Brüder, im ersten Buch Mose. 37, 12 - 50, 26 beschrieben, da dieser die weitere Entwicklung des israelischen Volkes entscheidend prägte. |
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Abraham und Isaak Der Engel hindert Abraham an der Opferung Isaaks. Gemälde von Rembrandt, 1635. |
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Zunächst wird Jakobs Sohn von den Sklavenhändlern weiter an Potiphar, den "Kommandant der Leibgarde" des damaligen Pharaos, verkauft. Nachdem dessen Frau an dem gutaussehenden, jungen Hebräer Gefallen gefunden hatte, ihn bezirzte und dieser ihr jedoch seine Abneigung zu verstehen gab, wurde die Gattin des "Kommandanten" zornig und behauptete ihrem Mann gegenüber Joseph, sein Diener würde sie belästigen. Daraufhin lässt dieser ihn verhaften und er wird fortan im Gefängnis des Pharaos gefangen gehalten. Aber Joseph stand unter der "Gunst des Herrn" und hatte die Gabe Träume deuten zu können. Nachdem der Pharao zwei merkwürdige Träume hatte und von der Kunst Josephs erfuhr, ließ er ihn zu sich rufen. Dieser deutete die Träume und erkannte, dass auf sieben erntereichen Jahren sieben dürre Jahre über das Land fallen werden. |
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Zwangsarbeit Die Stämme Israels bei der Zwangsarbeit für den Pharao. Gemälde von E. Poynter (1836-1919) |
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Bevor die Juden hier ankommen, ist es während der vierzigjährigen Wanderung durch die Wüste Sinai zur Offenbarung gekommen. Moses, so die Vorstellung, hätte auf einem Berg von Gott die "Zehn Gebote" erhalten. Die Gebote sind Teil eines Bündnisses zwischen Gott und dem Volk Israel. In Kanaan angekommen, kam es dann zu einer erneuten Landnahme. Das inzwischen von anderen Völkern bewohnte Land wurde in oft blutigen Kämpfen zurückerobert. Berühmt geworden sind die Auseinandersetzungen mit dem Volk der Philister, die im Bereich des heutigen Gaza-Streifens siedelten. Nach ihnen benannten die Römer später das Land Israels „Philistäa“ (Palästina). Die Philister verfügten über eiserne Waffen und brachten den israelitischen Stämmen vernichtende Niederlagen bei. Erst König David kann die Gefahr, die von den Philistern ausgeht, bannen. |
Gesetzestafeln Moses übergibt die Gesetzestafeln |
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