Inhaltsangabe
- "Nathan der Weise"
von G. E. Lessing
Hauptpersonen:
Nathan:
- reicher Jude aus
Jerusalem
- Bild edelster
Menschlichkeit
- reicher Handelsmann
- scharfsinnig
- ausdauernd
Recha:
- wurde vor achtzehn Jahren zu Nathan gebracht, da ihre Mutter nach ihrer Geburt starb
- angenommene Tochter
von Nathan
Daja:
- Rechaas
Gesellschafterin
- schwärmerische Christin
- hängt an Recha
Sultan Saladin:
- Herrscher in Jerusalem
- mit Christen führt
er Krieg, da sie seine Länder beunruhigen
Sittah:
- Saladins jüngere Schwester
-findet Christen als
ihre Brüder
Tempelherr:
- nach Name und Geburt ist er Christ
- hasst das Volk der
Juden
Inhaltsangabe:
1. Aufzug,
1. Auftritt
Nach einer langen Geschäftsreise kehrt Nathan, ein reicher Jude endlich wieder in sein Heim zurück, wo er schon von Recha, seiner Tochter und Daja, deren Gesellschafterin erwartet wird. Daja erzählt Nathan, dass Recha beinah ums Leben gekommen wäre, aber der Tempelherr sie durch Mut aus den Flammen gerettet hatte. Da Nathan froh ist, dass Recha nichts zugestoßen ist will er den Tempelherren persönlich danken.
1.
Aufzug,
2. Auftritt
Recha sieht
Nathan zum ersten mal nach seiner langen Reise wieder. Sie unterhält sich mit
ihm über den Vorfall mit den Tempelherren. Recha erzählt außerdem Nathan,
dass sie sich bei der Rettung aus den Flammen wie in den Armen eines Engels fühlte.
Nach dem Gespräch kommt Al Hafi ein Muselmann zu Nathans Haus.
1. Aufzug, 3.
Auftritt
Die Ankunft des
mohammedanischen Bettelmönches Al Hafi, der ein alter Freund von Nathan ist,
unterbricht das Gespräch von Nathan und Daja. Zu seiner Verwunderung hört
Nathan, dass Al Hafi seit kurzem Schatzmeister des Sultans ist. Er erklärt,
dass er Al Hafi bei seinem Amt aber nicht helfen will, denn bei Saladins
Freigebigkeit und Großzügigkeit sind die Kassen stets leer.
1. Aufzug, 4.
Auftritt
Daja berichtet
Nathan, dass der Tempelherr unter den Palmen vor Nathans Haus auf und abgeht, da
er noch keine Belohnung für die Rettung von Recha bekommen hat. Weil der
Tempelherr Juden hasst und so nicht in das Haus von Nathan will, soll Daja schon
zu den Tempelherren hingehen. Nathan folgt Daja später.
1.
Aufzug, 5. Auftritt
Der Tempelherr geht
wieder unter den Palmen auf und ab. Dort trifft er ein Klosterbruder der ihn
versucht auszufragen. Der Tempelherr meint, dass der Patriarch den Klosterbruder
geschickt hat um genaueres über ihn zu erfahren. Der Klosterbruder rückt nun
mit dem Auftrag des Patriarchen heraus: der Tempelherr soll einen wichtigen
Brief König Philipp überbringen. Dieser weist den Auftrag des Patriarchen
sofort zurück.
Saladin ist wieder
einmal bankrott. Als Al Hafi bei ihm erscheint begrüßt Saladin ihn freundlich,
wird jedoch enttäuscht, denn der erwartete Tribut ist nicht eingegangen. Er
befiehlt dem Schatzmeister, irgendwo Geld aufzutreiben. Sittah, die Schwester
von Saladin, macht den Vorschlag, dass Al Hafi seinen reichen Freund Nathan um
eine Anleihe bitten soll.
1. Aufzug, 6.
Auftritt
Daja möchte den
Tempelherren überreden, mit in Nathans Haus zu kommen um seine Schätze
abzuholen. Doch zur Dajas Überraschung will der Tempelherr nichts mehr mit
Nathan, Recha und ihr zu tun haben. Also beendet er das Gespräch und geht, doch
Daja läuft ihm hinterher.
2. Aufzug, 1.
Auftritt
In dem Palast
spielen Saladin und Sittah Schach. Wenn Saladin in diesem Spiel verliert, muss
Al Hafi Sittah das Geld geben. Also verliert Saladin das Spiel absichtlich, und
so soll Al Hafi nun das Geld bezahlen. Danach reden beide noch einmal über das
Schachspiel, und später diskutieren beide noch über Christen. Al Hafi kommt in
das Zimmer wo sich Sittah und Saladin unterhalten.
2. Aufzug, 2.
Auftritt
Sittah fordert Al
Hafi auf, das er ihr das Geld geben soll, da sie ja „gewonnen“ hat. Doch Al
Hafi sieht das Saladin noch nicht verloren hat, und er weigert sich das Geld zu
bezahlen. Also wirft Saladin das Spiel um, das Al Hafi nichts mehr nachweisen
kann. Dann erzählt Al Hafi noch, dass Saladin so bankrott ist, dass er von
Sittah leben muss. Daraufhin weist Sittah noch mal Den Schatzmeister darauf hin,
das er Geld anleihen soll. Um ein Leihangebot zu verhindern versucht Al Hafi
Nathan vor Sittah und Saladin schlecht zu machen. Nach diesem Versuch verlässt
Al Hafi das Zimmer.
2. Aufzug, 3.
Auftritt
Sittah und Saladin
denken sich ein Plan aus, um das Geld von Nathan zu bekommen.
2. Aufzug, 4.
Auftritt
Vor dem Hause
Nathans unterhalten sich Recha und Nathan über den Tempelherren. Nach einiger
Zeit kommt Daja zu den beiden und sagt, dass der Tempelherr jeden Moment unter
den Palmen erscheint. Um das erste Treffen von Nathan und den Tempelherren genau
beobachten zu können, gehen Recha und Daja in das Haus.
2. Aufzug, 5.
Auftritt
Der Tempelherr und
Nathan treffen aufeinander. Nathan stellt sich vor, und er will den Tempelherren
sein Reichtum für die Rettung von Recha anbieten. Doch der Tempelherr lehnt das
Angebot ab, und er versucht Nathan mit direkten Worten abzuweisen. Durch das
wesen von Nathan gewinnt der Tempelherr immer mehr Vertrauen in Nathan. Danach
stellen sich beide die frage wer der beste Gott ist. Da Nathan fest stellt, dass
der Tempelherr die selben Gedanken wie er hat, bietet er ihm seine Freundschaft
an, die der Tempelherr annimmt. Nathan merkt, dass Recha einen Eindruck auf den
Tempelherren macht.
2. Aufzug, 6.
Auftritt
Daja fällt in das
Gespräch von den Tempelherren und Nathan ein und sagt, dass der Sultan ihn
erwarte. Der Tempelherr sagt, das auch er zu Saladin muss, um ihn für seine
Begnadigung zu danken.
2. Aufzug, 7.
Auftritt
Nathan und der
Tempelherr unterhalten sich über Saladin, da Nathan Saladin noch nicht persönlich
getroffen hat. Auf dem Weg zu Saladin möchte Nathan den Namen von den
Tempelherren wissen. Dieser sagt, das er ‚Curd von Stauffen’ heißt, und
dieser Name kam Nathan bekannt vor.
2. Aufzug, 8.
Auftritt
Nathan sagt Daja,
dass sie dem Tempelherrn weder was von Rechas Abstammung sagen, noch nach seiner
Vergangenheit fragen soll. Da Al Hafi zu Nathan kommt geht Daja in das Haus zurück.
2. Aufzug, 9.
Auftritt
Al Hafi warnt
Nathan, dass Saladin bankrott ist, und Saladin sich von ihm Geld leihen will. Außerdem
erzählt Al Hafi Nathan von dem Schachspiel das Saladin „verloren“ hat, und
das er deswegen jetzt das Geld auftreiben muss.
3. Aufzug, 1.
Auftritt
Recha und Daja
warten in Nathans Haus auf den Tempelherren. In dem Gespräch der beiden merkt
man, dass Recha es kaum erwarten kann den Tempelherren wieder zu sehen.
3. Aufzug, 2.
Auftritt
Der Tempelherr kommt
zu Nathans Haus wo er schon von Recha und Daja erwartet wird. Recha sieht den
Tempelherren zum ersten mal nach der Rettung. Recha dankt ihm für sein Mut sie
aus dem Feuer gerettet zu haben. Auf die Anfrage der Beiden wo der Tempelherr
die ganze Zeit war, erzählte er ihnen von der Reise nach Sinai.
Der Tempelherr fragt
darauf wo Nathan ist. Nachdem sie ihn sagten, dass Nathan bei Saladin sei sagte
er, dass er auch mit dem Sultan verabredet sei und ging.
3. Aufzug, 3.
Auftritt
Recha und Daja
unterhalten sich noch mal über den Tempelherrn und aus dem Gespräch kommt
heraus, dass Recha von dem Tempelherrn schwärmt. Beide gingen an ein Fenster in
Nathans Haus, von dem aus man die Palmen sah, unter denen der Tempelherr immer
auf und ab geht.
3. Aufzug, 4.
Auftritt
Inzwischen hat Sittah mit Saladin einen Plan geschmiedet, um von Nathan Geld zu bekommen. Dem ehrlichen Saladin gefällt das nicht und er fühlt sich unbehaglich. Dann tritt Nathan in den Audienzsaal im Palast ein wo sich nur noch Saladin befindet, da Sittah in dem Moment als Nathan zu der einen Tür das Zimmer betreten hat das Zimmer zu einer anderen verlassen hat.
3. Aufzug,
5. Auftritt
Saladin möchte
Nathan als erstes eine Frage stellen, in der es sich um die drei Religionen
handelt. Doch Nathan hindert ihn daran die Frage zu stellen, da er vermutet, er
soll dem Sultan etwas verkaufen oder ihm mitteilen, was er auf seiner Reise von
Kriegsmaßnahmen der Tempelherren beobachtet hat. Doch dann stellt Saladin die
Frage, welche Nathan von den drei Religionen in Jerusalem für die wahre halte
und warum. Da Nathan noch eine Weile überlegen möchte, verlässt Saladin den
Raum um ihm noch eine kurze Zeit zum nachdenken zu lassen.
3. Aufzug,
6. Auftritt
In einem Selbstgespräch
drückt Nathan seine Verwunderung über die unerwartete Frage aus und beschließt,
seine Antwort in ein Märchen zu kleiden.
3. Aufzug,
7. Auftritt
Nathan erzählt Saladin eine Geschichte, die „Ringparabel“, die darauf hinausläuft, das er nicht sagen kann, welche die wahre Religion sei. Da Saladin, über Nathans Weisheit überrascht ist, bittet er ihn um seine Freundschaft und bringt es nicht über sich sein eigenes Anliegen vorzubringen, obwohl ihn Nathan fragt, ob er noch ein weiteres Anliegen hat. Nathan bietet Saladin Geld für den bevorstehenden Krieg an. Geschickt bringt Nathan jetzt die Rede auf den Tempelherrn. Da der Tempelherr Saladins Bruder ähnlich sieht, bittet Saladin Nathan den Tempelherr zu ihm in den Palast zu bringen, damit er ihn seiner Schwester zeigen kann.
3. Aufzug, 8. Auftritt
Der Tempelherr wartet auf Nathan unter den Palmen in der Nähe des Klosters. Außerdem denkt der Tempelherr in der Zwischenzeit über die liebe zwischen Christen und Juden nach, und er bewundert Nathan.
3. Aufzug, 9. Auftritt
Nathan kommt nun zu
dem Tempelherrn unter die Palmen und er sagt ihm, dass er schon von Saladin
erwartet wird. Der Tempelherr bittet Nathan noch um die Hand von Recha, aber
Nathan meint, dass er noch mal darüber nachdenken muss. Nathan bittet den
Tempelherrn, dass er mit ihm nach Hause kommen soll, aber da der Tempelherr
nicht in das Haus von einem Juden will, wartet er unter den Palmen am Kloster.
3. Aufzug, 10. Auftritt
Daja trifft
auf den Tempelherren und beide unterhalten sich über Recha. Dabei gesteht der
Tempelherr die liebe zu Recha. Daja offenbart dem Tempelherren das Recha keine Jüdin
sondern eine Christin ist. Außerdem erzählt sie ihm noch, dass Nathan nicht
der wahre Vater von Recha ist. Der Tempelherr versteht nicht, wie sich Nathan
ein solches Unrecht hat zuschulden kommen lassen. Nathan soll aber nicht wissen,
dass Daja das dem Tempelherren erzählt hat.
4. Aufzug,
1. Auftritt
Der Tempelherr geht
mit dem Problem mit Nathan und Recha zu dem Klosterbruder, da er ihn um Rat
bitten will. Der Klosterbruder will sich aber nicht mit dem Problem des
Tempelherrn befassen und verweist ihn an den Patriarchen, der gerade kommt.
4. Aufzug,
2. Auftritt
Der Tempelherr teilt
dem Patriarchen die Geschichte Rechas mit und fragt ihn um Rat, was in einem
solchen Fall zu tun ist. Der Patriarch antwortet, dem Tempelherren, wer so etwas
wagen sollte, ist der Tod auf dem Scheiterhaufen vorbestimmt. Der Patriarch aber
ahnt, dass es sich nicht bloß um einen ausgedachten Fall handelt, und beschließt
ihn aufzudecken.
4. Aufzug,
3. Auftritt
Zu Saladin, dem eben
das versprochene Geld von Nathan gebracht wird, kommt Sittah mit einem Bild von
Saladins Bruders. Saladin nimmt sich vor das Bild mit dem Tempelherren zu
vergleichen um festzustellen, wie weit sich die beiden ähnlich sehen. Sittah
fragt wo der Tempelherr ist.
4. Aufzug,
4. Auftritt
Als der Tempelherr
zu Saladin kommt berichtet er über Nathans Verhalten. Saladin versucht ihn zu
beruhigen und sagt ihm das er Nathan holen soll. Saladin bietet dem Tempelherren
seine Freundschaft an, die der Tempelherr auch annimmt. Es bestätigt sich die
Ähnlichkeit des Tempelherrn mit Saladins Bruder. Der Tempelherr gesteht Saladin
die liebe zu Recha. Außerdem erzählt der Tempelherr Saladin das Recha nicht
das Kind von Nathan ist.
4.
Aufzug, 5.
Auftritt
Da Sittah an
der Tür gelauscht hat, hat sie die Geschichte mit Nathan und Recha gehört, und
sie besteht darauf, dass der Tempelherr den rechtmäßigen Anspruch auf Recha
bekommt. Sie will, dass Recha sofort aus Nathans Haus holen lassen. Saladin
stimmt der Idee zu, aber die Abholung soll Gewaltfrei erfolgen.
4.
Aufzug, 6.
Auftritt
Daja will
Nathan überreden, dass Recha den Tempelherrn überlassen wird. Nathan ist erst
nicht einverstanden aber nach ein paar guten Argumenten von Daja, gibt er dann
nach. Daja spricht auch das Thema mit der Hochzeit von Recha und dem Tempelherrn
kurz an.
4.
Aufzug, 7.
Auftritt
Der Patriarch
schickt den Klosterbruder, um den Juden, von dem der Tempelherr erzählt hat, zu
finden. Als der Klosterbruder zu Nathan kommt, erzählt er, dass er selbst vor
achtzehn Jahren dem Juden ein wenige Wochen altes Mädchen übergeben hat.
Nathan hat das Baby als Ersatz für sieben Söhne, die ihm die Christen nebst
Gattin wenige Tage zuvor verbrannt hatten, angenommen und hängt jetzt mit
ganzem Herzen an Recha. Der Klosterbruder erinnert sich plötzlich an ein Büchlein,
in dem die Angehörigen von Wolf von Filnek verzeichnet sind. Nathan sagt dem
Klosterbruder er soll es so schnell wie möglich zu holen. In dem Buch steht,
dass Recha noch ein Bruder hat, der ganz allein über die Hand von ihr bestimmen
hat.
4.
Aufzug, 8.
Auftritt
Daja berichtet
Nathan, dass Boten von Sittah gekommen sind um seine Tochter abzuholen.
5. Aufzug,
1. Auftritt
Saladin bekommt von
zwei Leibwächtern Botschaft, dass die Karawane von Kairo angekommen ist. Von
einem weitern Leibwächter wird er benachrichtigt, dass der Ägyptische Führer
Emir Mansor abgestiegen ist.
5. Aufzug,
2. Auftritt
Saladin gibt Emir
Mansor etwas Geld, dass er zu Saladins Vater nach Libanon transportieren soll.
5. Aufzug,
3. Auftritt
Der Tempelherr steht
unter den Palmen vor Nathans Haus und denkt über seinen Verrat nach. Er wartet
auf den Klosterbruder.
5. Aufzug,
4. Auftritt
Der Klosterbruder
bringt Nathan das Buch und er sagt ihm, dass der Tempelherr Nathan Verraten hat,
in dem er dem Patriarchen erzählt hat, dass Recha nicht die Tochter von Nathan
und eine Christin ist.
5. Aufzug,
5. Auftritt
Der Tempelherr sagt
Nathan, dass Saladin beide sprechen will. Da Nathan gerade auf dem Weg dahin ist
gehen, gehen beide gemeinsam. Der Tempelherr entschuldigt sich bei Nathan da er
den Patriarchen sagte, dass Recha nicht die Tochter von Nathan ist. Nun möchte
der Tempelherr Recha für sich haben. Nathan und der Tempelherr rätseln wer der
Bruder von Recha sein könnte.
5. Aufzug,
6. Auftritt
Recha will zu Nathan
zurück, da sie denkt, sie könnte ihn verlieren. Daja gesteht Recha, dass Recha
nicht die Tochter von Nathan ist.
5. Aufzug,
7. Auftritt
Saladin kommt zu
Sittah und Recha und redet mit Recha, da sie vollkommen am boden zerstört ist
und ihren Vater unbedingt behalten will.
5. Aufzug,
letzter
Auftritt
Saladin gibt Nathan
das geliehene Geld zurück.Nach Saladins willen sollen Recha und der Tempelherr
zusammenleben, aber Nathan erklärt, dass der Tempelherr nicht Conrad von
Stauffen sondern Leu von Filnek heißt, und der richtige Name von Recha Blanda
von Filnek ist. Außerdem sagt Nathan noch, dass Saladin der Onkel von Leu und
Blanda und Sittah die Tante von den beiden Geschwistern ist.
OF, MB, JR