"Habe den Mut, dich deines eigenen
Verstandes
zu bedienen"
Die Epoche der Aufklärung in Europa
Aufklärung [frz.
Lumières =wörtlich Lichter, übertragen Kenntnisse, Einsicht; engl.
Enlightment=Erleuchtung]
"Habe den Mut dich deines eigenen Verstandes zu
bedienen"
Dieses Motto formulierte Immanuel Kant (1724-1804) in
seiner Schrift "Was ist Aufklärung?"
Die Aufklärung ist
eine geistesgeschichtliche Epoche, die sich im 17. Und 18. Jahrhundert in
Europa, vor allem in Frankreich, England und Deutschland verbreitet hat.
Gebildete Menschen rissen sich von der Abhängigkeit zur Kirche los und eigneten
sich allein durch den Verstand und die Vernunft neues Wissen an. Durch naturwissenschaftliche
Experimente gelangten sie zu neuen Erkenntnissen und Entdeckungen. Sie setzten
sich für die Menschenrechte und eine vernünftige Erziehung ein.
Inhalt
1.
Philosophie der Aufklärung
1.1
Begriff des Rationalismus
1.2 Neu
geprägte Erziehung
1.3
Auffassungen vom Staatswesen
1.4
Forderung nach Grundrechten
1.5
Grundlegende Gedanken zur Rolle der Religion
2.
Aufklärung im Zeichen der Technik und Natur
2.1 Die bedeutendsten Wissenschaftler der Aufklärung
2.2 Erfindungen und Errungenschaften
2.3 Ein neues Weltbild?
2.4 Veränderungen der Biologie und Chemie
2.5 Mathematik und Physik
3.
Bedeutung der Aufklärung
4.
Anhang
4.1
Literaturverzeichnisse
4.2
Arbeitsanteile
1. Philosophie der Aufklärung

Zunächst begannen
sich englische Denker von den bis dahin bestandenen Grundsätzen zu befreien,
die englische Strömung der Aufklärung wird als Empirismus (Vertreter z.B. John
Locke und David Hume) bezeichnet. Die vorliegenden Texte konzentrieren sich auf
die Epoche der Aufklärung in Frankreich (Rousseau, Montesquieu, Voltaire).
(1)
(2)
1.1
Begriff des Rationalismus
(lat. ratio = Vernunft, Verstand)
Der Franzose René
Descartes (1596-1650) formulierte den Begriff des Rationalismus auf die prägnanteste
Weise: "ich denke, also bin ich".
Die Philosophen der
Aufklärung nahmen Abstand von alten Lehrmeinungen, bis sie diese bewiesen
fanden. Warum denn sollte das Zeitalter der großen Forscher schon vorbei sein,
warum sollte man alles glauben, was die "Alten" sagten? Große Zweifel
wurden laut, die Bequemlichkeit alter Lehrmethoden abgeschafft.
Lehren wurden geprüft,
neue Entdeckungen gemacht, auf der Basis dessen, das nun als dem Menschen
gottgegeben angesehen wurde: der Verstand, die Fähigkeit zu (logischem) Denken,
Verknüpfen, Schlussfolgern.
Die menschliche
Vernunft war der Schlüssel zum Entscheid über den Wahrheitsgehalt eines
naturwissenschaftlichen Gesetzes, Erfahrungen und Experimente mussten erst alles
bestätigen.
Die Rolle der
Kirche, der bis dahin größtenteils die Universitäten unterstellt waren, nahm
erheblich ab und wurde durch den (sowohl von kirchlicher Bevormundung als auch
gesellschaftlichen Stand) unabhängigen Menschenverstand ersetzt.
Jean Jaques Rousseau´s (1712-1778) Werk "Emile" und die darin
vertretene Vorstellung von der Kindererziehung nahmen erheblichen Einfluss auf
die moderne Pädagogik.
Einer seiner wichtigsten Gedanken, dass der Mensch von Natur aus gut sei
und durch die Zivilisation verdorben werde, ist grundlegend für seine
Auffassung von Erziehung. Zu frühe Bildung führe zu Verbildung, der dem Kind
inneliegende gute Keim solle als unantastbar gelten, denn er sei von der Natur
gegeben. Die Natur gebe die Anlage für späteres tugendhaftes Handeln, wirke
der Mensch auf diese Anlage ein, werde er sie nur schädigen.
Die Erziehung wird so als etwas Passives bezeichnet und umfasst nur das
"Behüten" des Kindes vor schädlichen, gesellschaftlichen Einflüssen,
die den "Keim der einfachen Tugend" in seiner Entwicklung stören würden.
Während der Zeit der Aufklärung wurden aber auch viele Schulen und
Universitäten reformiert, die bis dahin den Kirchen und somit auch deren
dogmatischen Lehrsätzen [Dogma = feststehende, nicht hinterfragbare Meinung mit absoluter Gültigkeit]
unterstanden.
Auch hier wurde nun großer Wert gelegt auf das Lernen durch Vernunft und
Erfahrung.
Nach Charles de Secondat Montesquieu (1689 – 1755) müsse die Macht,
die im absolutistischen Staat allein der Herrscher besitzt, aufgeteilt werden.
Es solle drei voneinander völlig unabhängige Gewalten geben, denen jeweils
eine bestimmte Aufgabe zusteht, um die Freiheit und die Rechte jedes Bürgers
garantieren zu können.
Macht
des absolutistischen Fürsten
Exekutive Judikative Legislative
ausführende
richtende
gesetzgebende
Gewalt
In seinem wichtigsten Werk schildert J.J.Rousseau als Grundlage eines
besseren Staates einen Gesellschaftsvertrag, den er selbst mit folgenden Worten
zusammenfaßt: "Jeder von uns stellt gemeinschaftlich seine Person und
seine ganze Kraft unter die oberste Leitung des Allgemeinwillens, und wir nehmen
jedes Mitglied als untrennbaren Teil des Ganzen auf." Dieser Vertrag wird
von den Bürgern freiwillig eingegangen, somit erhält der Herrschende die Macht
durch das Volk, außerdem kann ihm diese wieder entzogen werden. Der Gemeinwille
würde durch Stimmwahl ermittelt.
Der Denker Voltaire (eigentlich François Marie Arouet, 1694 - 1778)
spielte eine entscheidende Rolle bei der Verbreitung der Ansicht, daß jeder
Mensch unverletzbare Grundrechte besitze. Dazu zählte vor allem religiöse Toleranz.
Er selbst glaubte an Gott, warnte jedoch vor fanatischen Ausschreitungen und
kritisierte die Macht der geistlichen Herren.
Ein weiteres Grundrecht, für das sich die Denker der Aufklärung
einsetzten, war die (politische) Gleichheit der Menschen. So bildete sich auch
eine erste Frauenbewegung; 1787 veröffentlichte Concordet eine Schrift über
die Rechte der Frau.
Der Forderung nach Pressefreiheit, seine Meinung in Wort und Bild ohne
Einschränkung ausdrücken zu können, stand die mitunter sehr strenge Zensur
gegenüber; viele Philosophen wurden wegen ihrer kritischen Schriften verfolgt
oder verhaftet. So verbrachte Voltaire bereits in jungen Jahren elf Monate Haft
in der Bastille wegen mehreren sarkastischen und spöttischen Schriften, in
denen er unter anderen einen französischen Herrscher angegriffen hatte.
Weiterhin waren viele Philosophen der damaligen Zeit Gegner der
Sklaverei.
Die Formulierung dieser Grundrechte bildete einen wichtigen Grundstein für
die Forderung der Französischen Revolution nach "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit".
Die Aufgabe, die
Religion und Kirche übernehmen sollten, erlebte in der Aufklärung eine
entscheidende Veränderung.
Besonders die
katholischen Kirche wurde kritisiert, da sie ihre Macht mißbrauche. Große
Kritik und Zweifel an den kirchlichen Dogmen wurden laut, doch waren es wenige
Denker, die sich nun selbst als Atheisten bezeichneten. Aber wie sollten das
Denken durch Vernunft und auf Erfahrung beruhendes Lernen mit den Lehrsätzen
der Kirche vereinbar sein? Neue Richtungen des Glaubens kamen auf, so der
"Deismus", der davon ausgeht, daß Gott die Welt zwar erschaffen, aber
danach nicht mehr in deren Verlauf eingegriffen habe, und deshalb auch als
"Vernunftreligion" bezeichnet wird.
Im Gegensatz dazu
steht z.B. die Gefühlsreligion, zu der sich J.J.Rousseau in "Emile"
bekannte. Er versuchte nicht etwas, was mit der Religion zu tun hat, mit
Vernunft erklären zu wollen, für ihn war Gott wirklich, weil er dies fühlte.
Gottes Werk müsse nicht begriffen, sondern angenommen, gelebt und gefühlt
werden. In dem er Gott fühlen konnte, war er auf keine Bevormundung durch die
Kirche angewiesen.
In der Literatur
bekommt die Religion vielmehr die Aufgabe, den Menschen moralisch richtige
Handlungswege aufzuzeigen und ihn zu deren Einhaltung zu führen. Besonders in
der Ringparabel in Lessings Drama "Nathan
der Weise" ist diese Denkweise aufzeigbar. Am Ende des Stückes findet eine
symbolische Verschmelzung der drei Religionen Christentum, Judentum, Islam
statt.
2. Die Aufklärung im Zeichen
der Technik und Natur
2.1 Die
bedeutendsten Wissenschaftler der Aufklärung:
Carl von Linne
(1707-1778)
Ein schwedischer
Wissenschaftler, der tausende von Pflanzen-
und Tierarten
beschrieb und ihnen einen doppelten Lateinischen Namen gab.
Louis Busson
(1707-1788)
Er bezeichnete als
Erster die Wissenschaft vom Leben, die Biologie.
Louis Daubenton
Ein Mitarbeiter
Buffons, war vor allem Praktiker und führte Sektionen durch, die ihm erlaubten,
"die Tiere besser miteinander zuvergleichen".
Chevalier de Lamarck (1744-1829)
Naturforscher,
verneinte die Unveränderlichkeit der Tiearten, und glaubte daran dass alle
Tierarten einen gemeinsamem Ursprung haben.
Georges Cuvier
(1769-1832)
Er widersprach
Lamarcks Meinung, denn er war der festen Über- zeugung, dass die Eigenschaften
eines lebenden Organismus fest in seinen Keimen angelegt seien.
Julie De Lespinasse (1732-1776)
War Freundin vom
Wissenschaftler L’Ambert. Die Aufklärung der Technik hat dieser
Schriftstellerin viel zu verdanken.
Sir Isaac Newton (1643-1727)
Mathematiker,
Physiker und Astronom, dem viele bedeutende Erfindungen und Grundlagen der
heutigen Naturwissenschaften zu verdanken sind.
Galileo Galilei
(1564-1642)
Vertrat das
heliozentrische Weltbild, das in der Aufklärung durch verschiedene
Wissenschaftler begründet wurde.
Dennis Diderot
(1713-1784)
Verfasste mit d´Alembert
die Enzyklopädie und schrieb, dass alle Organismen von einem Ursprung stammen.
2.2
Erfindungen und Errungenschaften
"Anders
als dem Tier stehen dem Menschen zur Lebensbewältigung nur schwach entwickelte
Instinkte und organische Fähigkeiten zu Gebote. Er ist darauf angewiesen, die
ihm umgebene Natur mit Hilfe von Werkzeugen zu beherrschen und zu nutzen. Dazu
muß der homo sapiens, also das denkende Wesen, zugleich ein homo faber, ein
"Macher" sein, der die Welt nicht hinnimmt, sondern sie gestaltet und
nach seinen Bedürfnissen einrichtet"
(Zitat:
"Wissen Kompakt" - siehe Literaturhinweis)
|
Zeit |
Erfinder |
Erfindung |
Nutzen |
|
1705 |
P.
Varignon |
Manometer |
Druckmesser
für Gase und Flüssigkeiten |
|
um
1710 |
J.
Ch. Leblon |
Dreifarbendruck |
farbiges
Darstellen von Schriften |
|
1716
|
D.
G. Fahrenheit |
Quecksilberthermometer |
Messung
der Temperatur |
|
1721 |
E.
Halley |
Taucherglocke
|
Aufenthalt
Unterwasser, ohne Taucheranzug und für längere Zeit |
|
1731 |
I.
Newton |
Sextant
als Oktant |
Winkelmessgerät
zur Ortsbestimmung auf See |
|
1752 |
B.
Franklin |
Blitzableiter
|
Absicherung
eines Hauses bei Blitzeinschlag |
|
1765
|
J.
Watt |
Dampfmaschine
|
Arbeitserleichterung,
Bewältigung schwerer Arbeiten |
|
1776 |
D. Bushell |
U-Boot |
freie
Fahrten unter Wasser über längerer Zeit |
|
1783 |
Brüder
Mongolfier |
Heißluftballon
|
freie
Fliegen |
|
1784 |
E.
Cartwright |
mechanischer
Webstuhl |
schnelleres
Herstellen von Stoffen |
|
1793 |
E.
Whitney |
Baumwollentkernungsmaschine
|
schnellere
Baumwollentkernung |
|
1794 |
N.
J. Conte´ |
Bleistift |
schnelleres
erfassen von Schriften |
|
1795 |
J.
Bramah |
Hydraulische
Presse |
einfacheres
Drucken von Schriften |
|
1797 |
A.
Senefelder |
Lithographie
(Steindruck) |
schnelleres
und effektiveres Drucken von Zeitungen oder sonstigen Schriften |
|
1800 |
A. Volta |
Elektrische Batterie |
Speicherung
von elektrischer Energie |
|
1800
|
J.
L. McAdam |
Schotter
|
Straßenbelag |
|
1800 |
R.
Fulton |
Schraubengetrieb-enes
U-Boot |
schnellere
Fortbewegung unter Wasser |
|
1803/1804 |
R.
Trevithick |
Dampflokomotive |
einfachere
Fortbewegung über lange Strecken und große Transport- erleichterung |
2.3 Ein
neues Weltbild?
Durch die Behauptung
Newtons "die Pole der Erde seien abgeplattet",wurden 1735 zwei
Wissenschaftsgruppen von der Pariser Akademie der Wissenschaften los zur
Untersuchung und Überprüfung dieser Aussage vorgenommen.1749 kehrte die Gruppe
unter Leitung von Geophysiker Pierre Bouguer und des Landvermessers Charles de
La Condamine mit der Erkenntniss, das Newtons Aussage sich als wahr erweist zurück.
Die andere Gruppe unter Führung von Mathematiker und Biologen Pierre de
Maupertuis erkundete zwei Jahre lang Lappland und stimmte nach ihrer Rückehr
der Aussage zu.
Außerdem wurden es
in dieser Zeit ermöglicht, dass man durch sehr präzise Meßistrumente die
Kartographie um Jahrzehnte revolutionierte. Die Gebiete vermaß man nach der
Methode der "Tringulation": kennt man die Winkel des Dreiecks und die
Länge einer Seite so lassen sich die rästlichen Seiten sehr einfach berechnen.
Dabei nahm man besonders aufallende Punkte in der Landschaft als Eckpunkte der
Dreiecke. Mit diesem Verfahren konnte man jetzt präzise und von der Form des
Gebietes genaue Karten erstellen.
Meßinstrumente:
Theodoliten; Sextant
Die
Himmelsmechanik
Durch die
Aufstellung des Gravitationsgesetzes durch Newton (1642-1727 ) wurde in der
Astonomie ein weiterer Meilenstein errichtet. Seit Johannes Kepler war ja
bekannt, dass die Planeten elliptische Bahnen beschreiben. Aufgrund der
Vorarbeiten von Jean Richers wurden nun die Dimensionen des Sonnensystems
berechnet. Außerdem bestimmt der dänische Astronom Olaus Roemer die
Lichtgeschwindigkeit.
Durch die 1666 in
Paris gegründete Akademie der Wissenschaften und die ihr zur Verfügung
stehenden revolutionären Mittel waren bahnbrechend Erfolge berechnet.Zu den
bekanntesten Forschern der Astronomie in dieser Zeit gehören Gilles Personne de
Roberval, Adrien Auzout, Jean Picard und der Holländer Christiaan Huygens.
2.3 Die
Entwicklung in der Biologie und Chemie
Die
Biologie
Der
Begriff Biologie kann bis zur Zeit Aristoteles zurück verfolgt werden, der
versuchte Art und Ursprung aller Lebewesen zu verstehen.
Der
Wissenschaftler Buffons definierte diese Kunde vom Leben als Erster mit dem
Namen Biologie. Es wurden zuerst zwei wesentliche Fragen gestellt, "Wodurch
unterscheiden sich die Lebewesen von den anderen Bestandteilen der Natur?",
und "Wodurch unterscheiden sich Pflanzen vom Tierreich?"
Als
erste Fakten wurden von verschiedenen Wissenschaftlern Tatsachen wie die
Verdauung, die Fortpflanzung und die Atmung bewiesen und als Vergleichsmöglichkeit
genutzt. Buffons schrieb dazu: "Man kann vom kompliziertesten Lebewesen in
winzigen Schritten bis zur Primitivsten Materie zurückgehen."
Zeichnungen
von Fossilien oder Pflanzen gelangten an immer mehr Wichtigkeit.
Man kann
sagen dass die Wissenschaftler von damals einen großen Schritt auf dem Wege zur
heutigen Biologie getan haben.
Die
Chemie
Die Anfänge
der Chemie ereigneten sich um 1700, wo der deutsche Arzt Georg Ernst Stahl erste
Untersuchungen über Reaktion mit verschiedenen Stoffen durchführte, bei seinen
Untersuchungen über das Verbrennen von Stoffen entstand für in ein Stoff den
er Phlogiston nannte, diese Theorie wurde von den anderen Wissenschaftlern
begeistert angenommen.
So wie
in diesem Beispiel, entstanden viele Theorien und Erfindungen der Chemie. Die
Chemiker gelangten durch die Experimentelle Wissenschaft zu zahlreichen
Erkenntnissen, die auch heute noch Grundlagen vieler Tatsachen sind. Die
Anwendungsmöglichkeiten der Chemie stoßen ständig auf Interesse, vor allem in
den Metallfabriken und in der Pharmazeutik bekamen die Entdeckungen an
Wichtigkeit.
Viele
Bezeichnungen fanden in der damals und erstmals verfaßten Enzyklopädie Platz.
Den Chemikern die damals hart arbeiteten ist großer Dank zu verpflichten.
2.5
Mathematik und Physik
Fortschritte der
Mathematik
Die Erfindung der
Ifinitesimalrechnung am Ende des 17. Jahrhunderts (1670-1680), durch Newton und
dem deutschem Philosophen Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) war man in der
Lage, mit "Grenzwerten" und dem "unendlich Kleinem" zu
rechnen. Die neue Methode erweiterte den Anwendungsbereich der Mathematik und
erlaubte es, unregelmäßige Oberflächen oder Körper, die Geschwindigkeit von
Geschossen oder den Schwerpunkt von Gegenständen zu berechnen. Newtons
Arithmetik eignete sich sehr gut für die Beschreibung der
"Himmelsmechanik". Doch bis heute ist die Methode von Leibnitz in der
Mathematik erhalten geblieben.
Weitere
Mathematiker dieser Zeit waren: Leonhard Euler (1707-1783), Alexis Clairaut, Jean Le
Rond, d’Alembert und Louis de Lagrange (1736-1813), Jean Bernoulli
Die ersten
Rechenmaschinen wurden von Blaise Pascal (1623-1662), Roberval und Leibniz
gebaut.
Die physikalische
Magie der Elektrizität
Schon seit dem
Altertum war den damaligen Wissenschaftler bekannt, dass man gewissen Substanzen
durch Reiben Anziehungskraft verleihen konnte, auch kannte man die Wirkung von
Magneteisen. Am Anfang des 17.Jahrhunderts entdeckte man die Leitfähigkeit von
bestimmten Stoffen, wie zum Beispiel Messing, und die isolierenden Eigenschaften
anderer Stoffe, etwa der Seide. Außerdem stellte man fest, dass sich
elektrische Spannung kontaktlos ("induktiv") übertragen ließ und das
es "zwei Arten" dieser Spannung gab: Die von glasigen Körpern (Glas,
Kristalle) und die von harzigen Körpern ( Berndstein, Siegellack, Kopalharz
).Gleich geladene Körper stoßen sich ab und entgegengesetzte Ladungen ziehen
sich an.
Um ihre Entdeckungen
bekannt zu machen, gaben die "Erfinder" Vorstellungen in denen sie das
Publikum mit den physikalischen und chemischen Grunderkenntnissen verblüffte.
Trotz der vielen
gefundenen Beweise, dass die Elektrizität existiert, blieb die Meinung jedoch
geteilt.
3. Die Bedeutung der Aufklärung
Die Aufklärung kann
aus der heutigen Sicht eigentlich nicht hoch genug geschätzt werden. Auch wenn
das heutige Erscheinungsbild der Aufklärung sehr vernünftig und optimistisch
in Sachen des Fortschrittes erscheint, findet man viele ihrer Ideale, Ideen und
Gedanken in heutigen liberalen, demokratischen und sozialen Idealen und in
Verfassungen von Staaten weiter. Viele der zahlreichen Ideen der Aufklärung
wurden zuerst in den Staaten Nordamerikas und in der französischen Revolution
umgesetzt. Durch die vielen Ideen entstanden mehrere Wege, wie die neuen
Gedanken durchgesetzt werden sollten. Man muss aber bedenken dass die Ideen der
Aufklärung auch Ursachen für die darauf folgende Schreckensherrschaft waren.
Als Gegenbewegung zur Aufklärung entstand die Romantik, die sich vor allem um
das Gefühlsleben und die Befindlichkeit des einzelnen Menschen kümmerte. In
Bezug auf heute liegen in der Aufklärung viele Anfänge der heutigen
Wissenschaften.
4. Anhang
4.1
Literaturverzeichnis
Internet: http://www.kontrastivlinguistik.de/Philosophie/Biographien/Rousseau/rousseau.html
Microsoft Encarta 98
Enzyklopädie
Das große Data
Becker Lexikon 2000
Programmautor: Müller Team PC Consulting, Tom Müller
Das große
illustrierte Lexikon
Orbis Verlag
Westermanndruck GmbH
Wissen Kompakt
Friedemann Bedürftig (Herausgeber)
Naumann und Göbel Verlag, 1991
Die große Enzyklopädie
des Wissens
Aufklärung und Revolution
Bertelsmann Lexikon
Verlag
Pierre Marchand
(Herausgeber)
Geschichte und
Geschehen Sachsen Band 4
Ernst Klett Schulbuchverlag Leipzig
Leipzig Stuttgart Düsseldorf
Meyers Jugendlexikon
VEB Bibliographisches Institut
Leipzig, 1977
4.2
Arbeitsanteile
1.1 - 1.5 Sabine
Mohr
2.1 Henry Seifert
2.2 Henry Seifert
2.3 Martin Junghans
2.4 Henry Seifert
2.5 Martin Junghans
3. Martin Junghans
und Henry Seifert